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Zweitageswanderung
am Salbitschjien
Göschenen-Voralptal-Salbitbiwak-Kettenweg-Salbithütte-Bandlückli-Wassen.
1.
Tag
Anreise mit der Bahn nach Göschenen und mit dem Postauto (Tel. 041 885
11 80) oder dem Ruftaxi (Tel. 041 885 10 86) zum Parkplatz der Voralpkurve
(1404m) Auf dem breiten Wanderweg in einer Stunde zu den Alphütten Horenfelli.
Im rechts liegenden steilen Berghang erkennen wir Wegspuren, die zu einem
mit Geröll gefüllten Couloir führen. Über kurze Platten, wir müssen unsere
Hände zu Hilfe nehmen, erreichen wir einen kleinen grasigen Pass, wo wir
uns am fixen Stahlseil sichern. Einige Meter steil bergab und schon überqueren
wir die mächtige Spicherribichelen Rinne. Mit Hilfe einiger Fixseile erreichen
wir nach ca.3 Stunden, das inmitten grosser Steinblöcke liegende Salbitbiwak
(2402m). Sicher werden wir einige Kletterer an den gewaltigen Türmen des
Salbit Westgrates bewundern können. Nach einer Stärkung aus unserem Rucksack,
geht es ein kurzes Stück, über die fast ebene Terrasse Richtung Salbithütte.
Von weitem ist fast nicht auszumachen, wo sich das ausgesetzte Weglein
durch die Felsen windet. Schon nach einigen Metern an den Fixketten, sind
wir froh über unseren Klettergurt mit den Sicherungsschlingen, denn der
Tiefblick ins Mittwaldcouloir lässt einem ein wenig erschauern. Dieses
Wegstück ist nur 300 Meter lang, aber man muss hier unbedingt schwindelfrei
sein. Bald wird der Pfad breiter, und wir erspähen die nicht mehr weit
entfernte Hütte (2110m Tel. 041 885 14 31) inmitten saftiger Bergwiesen.
Nach 6-7 Stunden können wir ein frisch gezapftes Bier auf der Panorama
Terrasse geniessen. Die Hütte wurde 1998 sehr geschmackvoll umgebaut und
mit viel Komfort ausgestattet; sie bietet Platz für 60 Leute.
2.
Tag
Die Kletterer sind schon frühmorgens am Sortieren
ihres Materials. Nach einem reichhaltigen Frühstück brechen wir zum einstündigen
Aufstieg zum Bandlückli (2357m) auf. Der Ausblick ins Reusstal ist beeindruckend.
Auf einer längeren Strecke geht es über riesige Granitplatten sanft talwärts.
Viele sorgfältig angebrachte Markierungen erleichtern uns die Routenwahl.
Nach Überschreiten des noch jungen Rorbaches, steigt der Pfad ständig
an, und 2 Stunden später stehen wir vor dem Kristallklaren Grosssee. Die
ganz Mutigen werden sich ein erquickendes Bad nicht nehmen lassen. Weiter
geht's bergab und bald stehen wir am kreisrunden Kleinsee. Durch steile
Grasflanken gelangen wir zum Wildenlauenengrat. Nun folgen imposante Lawinen
Verbauungen, durch die sich ein guter Weg schlängelt. Bei der Jagdhütte,
kurz vor dem Wald, gönnen wir uns nochmals eine kurze Rast. Viele Serpentinen
erleichtern den steilen Abstieg durch den Wald bis zur alten Sustenstrasse.
Müde und mit etwas zittrigen Knien, aber um ein tolles Erlebnis reicher,
erreichen wir nach 6-7 Stunden Wassen (916m). Mit dem Bus zurück zum Bahnhof
Göschenen.
Viel Spass beim Begehen
dieser aussergewöhnlichen Tour.
Auf euren Besuch freuen
sich das Salbit Team.
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